Genotypverfahren zur Epilepsie



Zum 01.11.2001 wurde vom Vorstand das Genotypverfahren zur Berechnung und Bekämpfung des Risikos für die Zucht epilepsiekranker Kromfohrländer beschlossen. Es löst das seit einigen Jahren benutzte Verfahren der Zuchtwertschätzung ab.

Gegen 5, 00 DM (2,50 EUR) zzgl. 3,00 DM (1,53 EURO) erhalten Sie bei der Zuchtbuchstelle die aktuelle Genotyp-Liste mit den Werten aller im deutschen Zuchtbuch verzeichneten Kromfohrländer, sowie Kromfohrländer aus anderen Ländern, soweit sie uns bekannt sind.
Wichtigster Zahlenwert für das Einzeltier ist der P-Wert. Er gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit der dieses Tier das Allel (Gen) für Epilepsie vererbt (z.B. P=0.1200 entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 12 %). 

Für eine Paarung hingegen ist der R-Wert wichtig, der das Risiko benennt, dass epilepsiekranke Nachkommen aus dieser Paarung hervorgehen. Der R-Wert ist das Produkt der P-Werte der Elterntiere (P-Wert Hündin mal P-Wert Rüde). Er darf z.Zt. nicht höher als 0.1089 sein. 

Die Spalte Y gibt Auskunft darüber, was über den Hund bekannt ist: 

    Y = 0 : keine Angaben (über den Hund ist nichts bekannt)
    Y = 1 : Angaben der Besitzer liegen vor, dass der Hund keine Anfälle hat
    Y = 2 : Der Hund hat epileptische Anfälle (bzw. ist als Epileptiker gemeldet)


Unterschiede des Genotypverfahrens (GTV) zur Zuchtwertschätzung (ZWS)

Verfahren zur Informationsgewinnung



Heike Haase
Mitglied des Zuchtausschusses

Artikel als PDF

(aus wuff 3/2001)

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